Für Anfänger kann es verwirrend sein, wenn beim Extrahieren von Espresso Kaffeewasser spritzt. Dies wird häufig durch ein Phänomen namens „Channeling“ verursacht.
Was ist Channeling?
Channeling tritt auf, wenn Wasser ungleichmäßig durch das Kaffeemehl fließt und dabei Wege mit dem geringsten Widerstand bildet. Das geschieht meist, wenn das Kaffeebett nicht richtig verteilt, getampt oder nivelliert wurde oder wenn die Mahlgröße uneinheitlich ist.
Warum ist Channeling schlecht?
Wenn Channeling auftritt, fließt ein größerer Teil des Wassers durch einen kleinen Bereich des Kaffeepucks. Das führt in diesem Bereich zu einer Überextraktion und dadurch zu einem harten, bitteren Geschmack. Der restliche Kaffeesatz wird unterextrahiert, da er nur begrenzt mit Wasser in Kontakt kommt, was zu Säure führt. Espresso mit Channeling schmeckt dadurch sehr unausgewogen und unangenehm.
So verhinderst du Channeling:
- Richtige Verteilung: Verteile das Kaffeemehl im Siebträger gleichmäßig, bevor du es tampst.
- Gleichmäßiges Tampen: Übe beim Tampen gleichmäßigen und festen Druck aus, um einen gleichmäßigen Kaffeepuck zu erzeugen.
- Eine gute Mühle verwenden: Eine hochwertige Mühle sorgt für eine gleichmäßige Mahlgröße und minimiert feine Partikel oder Klumpen, die eine ungleichmäßige Extraktion verursachen können.
- Vorinfusion: Techniken wie die Vorinfusion helfen dabei, das Kaffeemehl vor der vollständigen Extraktion gleichmäßig zu sättigen.
Die Behebung von Channeling-Problemen ist entscheidend für eine ausgewogene und köstliche Tasse Kaffee. Viele Faktoren können den Brühvorgang und den Geschmack von Espresso beeinflussen. Um dein bevorzugtes Aroma zu erreichen, musst du deine Brühparameter und Techniken kontinuierlich anpassen. Lass dich von deinen Geschmacksknospen leiten.