Kaffeefakten

Geschichte des laotischen Kaffees

Laotian coffee history
Land der Millionen Kaffeebohnen

Oder besser gesagt, das Land der Elefanten, wie Laos traditionell genannt wird. Kürzlich haben wir einen Überblick über Laos als neuen Hotspot für beeindruckende Kaffeebohnen gegeben. Während Vietnam und Indonesien normalerweise andere Kaffeeanbaugebiete in Südostasien in den Schatten stellen, möchten wir den Fokus auf Laos richten, das ein wahres Paradies für herausragende Kaffeebohnen ist. Dies liegt an der majestätischen Naturlandschaft und den Wundern Laos’, die zur Produktion erstklassiger Bohnen führen. Heute wollen wir jedoch die Ursprünge und die Geschichte des Kaffees in Laos kennenlernen.

Die Einführung der Kaffeepflanzen

Laos geriet in den 1890er Jahren unter französische Herrschaft. Es waren französische Kolonisten, die den Kaffee erstmals nach Laos brachten. Die ersten Kaffeepflanzen wurden 1915 eingeführt und umfassten sowohl Robusta- als auch Arabica-Pflanzen. Die Pflanzen wurden zunächst im Norden Laos’ angebaut, bevor die Kolonisten entdeckten, dass die südlichen Regionen besser geeignet waren.

Kaffeepflanzen wurden als Nutzpflanzen eingeführt, und das Bolaven-Plateau in der südlichen Region Paksong war die Hauptquelle der Kaffeeproduktion. Während der französischen Kolonialherrschaft in Südostasien wurde Kaffee auch in anderen Kolonien eingeführt, vor allem in Vietnam.

Die Kaffeeproduktion setzte sich bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fort, als viele Kaffeebauern und Plantagenbesitzer das Land verließen und das ganze Land unter japanische Kontrolle geriet. Obwohl die japanische Herrschaft am Ende des Krieges endete, brachte der Vietnamkrieg weitere Unruhen und Störungen für die Region und die Kaffeeplantagen in Laos. Das Gebiet um Paksong wurde stark von amerikanischen Flugzeugen bombardiert. Landminen sind dort noch immer verbreitet und machen die Bewegung in Paksong gefährlich. Trotz dieser Herausforderungen kehrten die laotischen Kaffeebauern zurück, um die Region wiederzubeleben. In den letzten etwa 20 Jahren hat sich insbesondere Arabica als Spezialitätenkaffee in Laos etabliert.

Heute ist das Bolaven-Plateau in Paksong weiterhin die wichtigste Region für die Kaffeeproduktion in Laos. Dies liegt daran, dass diese Region die besten Bedingungen für den Kaffeeanbau bietet. Laos ist, wie wir in unserem vorherigen Artikel besprochen haben, ein wahres Paradies für Kaffeepflanzen.

Es erfüllt alle Kriterien der sogenannten „Goldlöckchen-Zone“ für Kaffee, zu der eine tropische Region mit vulkanischem Boden in großer Höhe gehört. Weitere wichtige Faktoren für hervorragende Arabica-Bohnen sind kühleres Wetter in diesen Höhenlagen sowie reichlich Regen, Wolkenbedeckung und Niederschlag. Auch eine reiche Biodiversität tut den Kaffeepflanzen gut, und ein dichter Waldbestand ist äußerst vorteilhaft. Ebenso hilfreich ist die Anwesenheit von Vögeln und anderen Tieren, die sich von denselben Insekten und Schädlingen ernähren, die sonst die Kaffeepflanzen befallen könnten.

Eine Geschichte, die gerade geschrieben wird!

Glücklicherweise produziert Laos mit seinen Naturwundern weiterhin hochwertige Kaffeebohnen, insbesondere Arabica-Bohnen. Wir können also mit einiger Zuversicht sagen, dass diese Geschichte weit mehr als nur Geschichte ist – sie entfaltet sich gerade für die laotischen Kaffeebauern. Wir hoffen, Sie probieren selbst einmal laotische Kaffeebohnen – vielleicht werden Sie süchtig und kaufen genug Bohnen für eine Million Elefanten! Verstehen Sie? Denn Laos ist das „Land der Millionen Elefanten“. Vielleicht brauchen wir selbst auch erst mal einen Kaffee...!

Quellen
• Beach, Regina. „The Rich History of Lao Coffee.“ Culture Trip, theculturetrip.com/asia/laos/articles/the-rich-history-of-lao-coffee/.
• „Coffee Production in Laos.“ Wikipedia, 23. Aug. 2022, en.m.wikipedia.org/wiki/Coffee_production_in_Laos. Zugriff am 18. Jan. 2023.

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